News

Ausstellung zur Romanik

Merseburger Dom

Am 12. Oktober 2017 wird die neue wissenschaftliche Ausstellung "Das Weiterleben der Romanik. Zur Gegenwart einer mittelalterlichen Kunstepoche" im Europäischen Romanik Zentrum eröffnet. Dazu sind alle Interessierten recht herzlich eingeladen.

Die wissenschaftliche Schau „Das Weiterleben der Romanik – Zur Gegenwart einer mittelalterlichen Kunstepoche" entstand in Kooperation mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Zu ihrer Eröffnung sprechen Prof. Dr. Dieter Hofmann, Rektor der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Prof. Dr. Wolfgang Schenkluhn, Direktor des Europäischen Romanik Zentrums sowie Luisa Klimaschewski, Promovendin am Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Mit dem Aufkommen der Gotik in den Ländern Europas verbindet man im Allgemeinen das Ende der Romanik. Die Ausstellung zeigt nun, dass damit aber nicht gänzlich auf die Verwendung des romanischen Formengutes verzichtet wurde. Sie greift das interessante Thema des Weiterlebens der Romanik in den nachfolgenden Epochen auf, wobei der Frage nach den jeweiligen Gründen für die Wiederaufnahme romanischer Formen nachgegangen wird. So galt zum Beispiel das frühe Interesse an der „Romanik" im 15. und 16. Jahrhundert nicht dem vergangenen Architekturstil, sondern allgemein allen Formen, mit denen man „Vergangenheit" verband. Ende des 19. Jahrhunderts wird (Neo)Romanik schließlich als Herrschaftsstil verstanden und für den Kaiser und das Reich entsprechend als Repräsentationsstil eingesetzt.

Idee und Konzept der Ausstellung entstanden im Rahmen eines Seminars zur Forschungs- und Ausstellungspraxis am Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Im Seminar „Neoromanik und andere Romanikrezeptionen" beschäftigten sich Studierende im Wintersemester 2016/17 mit dem Grundsatzthema der Rezeption am Beispiel der Neoromanik im 19. Jahrhundert und untersuchten dabei ihre inhaltliche und formale Vielfalt. Außerdem gingen sie der Frage nach, ob es bereits in älterer Zeit Rezeptionen romanischer Formensprache gegeben hat. Dabei entstand ein erstes inhaltliches Ausstellungskonzept. Einige der Seminarteilnehmer begannen im Frühjahr 2017 zusammen mit anderen interessierten Studierenden und Promovierenden der Universität Halle mit seiner Umsetzung. Von der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle stießen zwei weitere Studierende zum Team, die sich um die Gestaltung der Ausstellung kümmerten. Die Fotografin des Instituts für Kunstgeschichte und Archäologien Europas steuerte Bildmaterial für die Ausstellung bei.

Die Ausstellung wird vom 12. Okt. bis zum 8. Nov. 2017, jeweils mittwochs, donnerstags und samstags zwischen 14.00 Uhr und 18.00 Uhr zu sehen sein. Der Eintritt ist frei.

Das Europäische Romanik Zentrum ist ein gemeinnütziger Verein und beschäftigt sich als An-Institut der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit dem Erfassen, Erforschen und Vermitteln des Romanischen Kulturerbes. Es konzentriert sich dabei auf wissenschaftliche Fragestellungen von Architektur, Kunst, Archäologie, Theologie, Geschichte und Rechtsgeschichte des Mittelalters mit einem Fokus auf der breiten Denkmallage mittelalterlicher Bauwerke in Sachsen-Anhalt.

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Wolfgang Schenkluhn

Tel.: 0345 55 24311

E-Mail: wolfgang.schenkluhn@kunstgesch.uni-halle.de

Oliver Ritter M.A.

Tel.: 0345 55 24314

E-Mail: ritter@romanik-zentrum.de

Presse:

Birte Krüger

Tel.: 03461 2495980

E-Mail: sekretariat@romanik-zentrum.de

 

 

Symbol Beschreibung Größe
Ausstellungsflyer
2.4 MB

© Stadt Merseburg E-Mail

Zurück

Veranstaltungen

weitere Veranstaltungen